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Die Prozessindustrie trifft sich auf der ACHEMA

Breites Dienstleistungsspektrum unterstreicht BIS Kompetenz

Die Herstellung der drei hochwertigen fahrbaren Titanbehälter erfolgte auf individuellen Kundenwunsch als Sonderanfertigung durch BIS Industrieservice Mitte.
Beispielhaft demonstriert diese Mischanlage als Exponat das Leistungsspektrum der auf der ACHEMA vertretenen BIS Gesellschaften.
Die Rohrleitungsplanung der Citral-Anlage bei BASF am Standort Ludwigshafen war für Peters Engineering höchst anspruchsvoll.

National wie international ist Bilfinger Berger Industrial Services (BIS) auf die Prozessindustrie fokussiert und bietet insbesondere der Chemie- und Pharmabranche ein umfassendes Leistungsspektrum. Mehr als 80 Gesellschaften stehen dafür mit zum Teil spezifischen Kompetenzen. Auf der ACHEMA, die vom 11. bis 15. Mai 2009 in Frankfurt/Main ihre Pforten öffnet und als wichtiger internationaler Branchentreff der Prozessindustrie gilt, präsentieren die BIS AG und sechs Konzerngesellschaften beispielhaft das breite Spektrum des in der BIS Gruppe verankerten Know-hows.

Mit ihrer Strategie, den Kunden „Solutions for Industrial Services“ zu bieten, hat Bilfinger Berger Industrial Services nachhaltig zur Profilierung der Instandhaltung als eigenständige lösungsorientierte Branche beigetragen und sich in der Prozessindustrie national wie international eine Spitzenposition erworben. Chemie- und Pharmaindustrie zählen dabei mit zu den BIS Kernbranchen.  Entsprechend ist die ACHEMA als Branchenforum führender Unternehmen aus Chemie und Petrochemie, Biotechnologie, Pharmazeutik,  Nahrungsmittelindustrie, Energieerzeugung und dem Raffineriemarkt für die BIS Gruppe eine wichtige Plattform. Im Rahmen des gemeinschaftlichen Auftritts der BIS AG und der Konzerngesellschaften BIS E.M.S., BIS Industrieservice Mitte, BIS Industrieservice West, BIS Prozesstechnik, BIS Rohrleitungsbau und Peters Engineering wird eine Mischanlage vorgestellt, die – bestehend aus Rohrleitungen, Pumpen, Armaturen, Behältern und Stahlbau in Kombination mit entsprechender Mess-, Steuer- und Regelungstechnik – einen Überblick über das Leistungsspektrum der ausstellenden Firmen gibt. Die Anlage zeigt einen Flüssigkeitskreislauf mit den Funktionen Lagern, Fördern, Dosieren,  Mischen, Messen und Überwachen.  Gleichzeitig werden über Schlagwortpräsentationen auf „digitalen Bilderrahmen“ die Traditionsgewerke,  weitere Spezialdienstleistungen und Solutions visualisiert.

Innovationsmotor
Chemie- und Pharmabranche sind klare Aushängeschilder des Industriestandorts Deutschland. So gilt die chemische Industrie generell als Innovationsmotor. Sie ist mit Abstand wichtigster Lieferant von neuen Materialien für eine Vielzahl anderer Branchen, beispielsweise von leichten, aber stabilen Kunststoffen für die Automobilindustrie, und versorgt diese dadurch auch mit Innovationsideen.  Neue Werkstoffe, neue Komponenten und neue Chemikalien ermöglichen anderen Produzenten, innovative Produkte mit verbesserten Eigenschaften zu entwickeln, etwa neuartige Wärmedämmplatten für Gebäude. Zudem tragen Innovationen der Chemie dazu bei, Produktionsverfahren zu beschleunigen und sie kostengünstiger sowie umweltschonender zu gestalten. Der reibungslose Betrieb der prozess- und verfahrenstechnischen Anlagen der Chemie- und Pharmaindustrie erfordert innovative Dienstleistungslösungen ebenso wie hoch qualifizierte Mitarbeiter.  Exemplarisch für das breite Spektrum des in der BIS Gruppe verankerten Know-hows stehen die Konzerngesellschaften, die sich auf der ACHEMA präsentieren. Nachfolgend werden die einzelnen Gesellschaften und ausgewählte Schwerpunkte vorgestellt.

Berufsfeld mit Zukunft
Aus- und Weiterbildung hat für die in München beheimatete BIS AG zentrale Bedeutung, weshalb dieses Thema beim Messeauftritt mit eingebracht wird. Industrielle Instandhaltung ist ein zukunftsorientiertes Berufsfeld und bietet vielfältige Perspektiven – sei es für potenzielle Bewerber mit Berufserfahrung, für Auszubildende oder Hochschulabsolventen. Unter dem virtuellen Dach der BIS Academy hat das Unternehmen sein breites Spektrum an Personalentwicklungsmaßnahmen zusammengefasst. Dies reicht von übergreifenden zentralen Angeboten bis hin zu dezentralen Aktivitäten vor Ort mit Schwerpunkten für die gewerblichen Mitarbeiter.  Die Unternehmensgruppe investiert verstärkt in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weil deren Qualifikation eine wichtige Voraussetzung ist, weiteres Wachstum auch personell mit guten Teams verwirklichen zu können. Dies ist gerade in einer jungen und zugleich sehr dynamischen und innovativen Branche wie dem Industrieservice elementar.

Alles aus einer Hand
Die beiden Frankfurter BIS Gesellschaften mit Sitz im Industriepark Höchst, die BIS Prozesstechnik und die BIS Industrieservice Mitte, sind führende technische Dienstleister für Prozessindustrie und Energiewirtschaft. Rund 800 Mitarbeiter beraten und betreuen national und international tätige Kunden aus Chemie-, Pharma-, und Nahrungsmittelindustrie, Biotechnologie, Entsorgungsindustrie und Energiewirtschaft.  BIS Prozesstechnik ist spezialisiert auf die Instandhaltung von Maschinen- und Antriebstechnik, Armaturenservice sowie Planung, Instandhaltung und Kalibrierung von MSR- und Analysentechnik.  „Wir sorgen für eine wirkungsvolle und nachhaltige Umsetzung eines durchdachten Instandhaltungskonzepts“, erläutert Dr. Stefan Stieler, Geschäftsführer der BIS Prozesstechnik. „Alle dazu erforderlichen Leistungen werden aus einer Hand erbracht.“ Die MSR- und Analysenmesstechnik ist mit der Planung und Errichtung von Prozessanalysenanlagen, Wartung und Inspektion der Prozessanalysentechnik, der Qualifizierung von Reinräumen, dem Laborgeräteservice für HPLC, GC, Waagen, Pipetten und einem Prüflabor für die weltweit größte Feldbus-Multivendoranlage ein Kompetenzcenter für Dienstleistungen rund um die Messtechnik. Im Bereich Maschinen- und Antriebstechnik werden Dienstleistungen zur Planung, Instandhaltung und Montage von allen Rotating Equipments erbracht. Der wachsende Bereich des Armaturenservice (Werkstattservice und mobiler Vor-Ort-Service) gehört ebenso zum breiten Produktportfolio. Eine Spezialität ist ein Mietgerätepool mit circa 15.000 Geräten. Für den Bereich Pumpen und Motore kommen seit Jahren erprobte Full-Service-Modelle zum Einsatz. Sie unterstützen die Kunden, hohe Anlagenverfügbarkeit mit Kostenoptimierung in Einklang zu bringen. Instandhaltung und Industriemontage im Bereich Mechanik und EMSR sowie spezielle Werkstattleistungen sind die Spezialgebiete von BIS Industrieservice Mitte. Das Leistungsspektrum reicht von Detailengineering und Vorfertigung über Montage/Demontage bis hin zur Inbetriebnahme und umfasst alle Arbeiten rund um die Anlagentechnik. Daraus werden in Verbindung mit Kompetenzen im Bereich der Gewerke Isolierung,  Gerüstbau, Schallschutz, Apparatetechnik,  Korrosionsschutz sowie Kunststoff-, Folien- und Gewebetechnik maßgeschneiderte Lösungspakete für die Kunden geschnürt.

Die Fachabteilung Apparatetechnik von BIS Industrieservice Mitte ist ein Spezialist für die Verarbeitung von Sonderwerkstoffen wie z.B. Titan für Anwendungsbereiche in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Als Zulieferer für die pharmazeutische Industrie hat die BIS Gesellschaft für einen namhaften Pharmahersteller drei hochwertige fahrbare Behälter aus Titan einschließlich der Rührwerke und der elektrischen Antriebsmotoren hergestellt. Dies erfolgte auf individuellen Kundenwunsch als Sonderanfertigung. Das Design der Titanbehälter wurde mit Unterstützung eines CAD- Modells erstellt. Mit elastisch gebundenen Schleifwerkzeugen wurde eine Oberflächengüte  (Rauhigkeit der Oberfläche) von Rz = 0,8 µm erzielt.

Kooperation ist Trumpf
Auch für BIS Industrieservice West in Düsseldorf sind Instandhaltung und Industriemontage im Bereich Mechanik und EMR sowie Spezialdienstleistungen wesentliche Bereiche.  Von Bedeutung sind aber auch Isolierung, Gerüstbau und Korrosionsschutz. Die BIS Gesellschaft wird im Laufe dieses Jahres die Fusion mit BIS HIMA abschließen und verbindet so optimal die traditionellen komplementären Dienstleistungspakete aus den Bereichen technische Baugewerke  (Gerüstbau, Isolierung, Korrosionsschutz), Innenausbau und Industriefassaden mit EMSR und Mechanik. Schon heute ist das Zusammenwirken beider Gesellschaften mit insgesamt 600 Mitarbeitern durch eine gemeinsame Geschäftsführung in Personalunion gewährleistet. BIS Industrieservice West und BIS HIMA haben bereits in der Vergangenheit unter Beweis gestellt,  dass sie auch das Zusammenspiel mit anderen BIS Gesellschaften beherrschen. Dies soll weiter ausgebaut werden. „Wir sehen unsere Zukunft nicht als Lieferant von einzelnen Gewerken, sondern in der Bündelung unserer umfassenden Kompetenzen innerhalb der Unternehmensgruppe“, sagt Joachim Weber, Leiter Vertrieb/Projektleitung bei BIS Industrieservice West. Dies zeigt das aktuelle Projekt bei Toho Tenax. Der führende europäische Lieferant von Kohlenstofffasern erweitert einmal mehr seine Produktionsanlage in Heinsberg. Nachdem 2006 die Anlage 3 errichtet wurde, die die bisherige Kohlenstofffaser-Jahreskapazität von 1.900 Tonnen um 1.500 Tonnen aufstockte, befindet sich nun Anlage 4 im Bau. Sie erhöht das jährliche Produktionsvolumen noch einmal um 1.700 Tonnen Kohlenstofffasern. Wie vor drei Jahren vertraut Toho Tenax dabei unterschiedlichsten Spezialkompetenzen von BIS Gesellschaften. Für die komplette EMSR-Montage, aber auch Apparatebau, Schwermontage sowie das Anfertigen und Montieren der Rollenböcke war BIS HIMA verantwortlich. BIS Rohrleitungsbau leistet den gesamten Rohrleitungsbau, die Vorfertigung auf CNC-Biegemaschinen übernimmt BIS Industrieservice Mitte. Die Isolierung führt BIS Industrieservice West aus, mit der technischen Gebäudeausrüstung ist die J. Wolfferts GmbH betraut, die zu Bilfinger Berger Facility Services gehört. Verbaut werden in der Anlage rund sieben Kilometer Rohrleitungen und etwa 230 Kilometer Kabel. Mit dem Verlauf der Arbeiten ist Harald Hofmann, seitens BIS Industrieservice Mitte in der Montageleitung auf der Baustelle, bislang sehr zufrieden. „Neben den BIS Gesellschaften habe ich auf der Baustelle noch fünf weitere Gewerke auf einen Nenner zu bringen. Das bedeutet einen sehr hohen Organisations- und Koordinierungsaufwand. Doch die Zusammenarbeit mit den Bauleitern aller Gewerke ist hervorragend.“

Anerkannte Planungskompetenz
Die Ludwigshafener BIS Gesellschaft Peters Engineering ist mit rund 360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Branchen Chemie, Pharma und Petrochemie ein wichtiger Partner für hoch qualifizierte Planungsleistungen im Anlagen- und Rohrleitungsbau.  Sie verfügt über umfassendes IT-Know-how sowie weit reichende Erfahrung im Einsatz innovativer Planungstools. Das Bestreben von Peters Engineering ist es, technologisch immer auf dem neuesten Stand zu sein. „Die Evaluierung neuer Technologien“, so Bernd Bodeit, gemeinsam mit Eugen Heim Vorstand von Peters Engineering, „ist eine Grundvoraussetzung für eine vorausschauende und wirtschaftliche Planung.“ Darauf setzt seit Jahren auch BASF. So war Peters Engineering maßgeblich am Bau einer neuen Citral-Anlage am Standort Ludwigshafen beteiligt. Citral dient als Ausgangsstoff zur Herstellung von Vitamin A und E,  von Carotinoiden und verschiedenen Aromen. Die neue Anlage produziert jährlich rund 40.000 Tonnen Citral.  Peters Engineering erhielt den Auftrag für die komplette Rohrleitungsplanung – von der erweiterten Konzeptplanung bis hin zum späteren Detailengineering – und war verantwortlich für die Planung der meisten Maschinen und Apparate in der Detailphase. Dabei kam die Planungssoftware PDMS zum Einsatz. Ingesamt betrug der Planungsumfang rund 2.300 Rohrleitungen und 220 Maschinen und Apparate. Darüber hinaus übernahm die BIS Gesellschaft das Beschaffungsengineering. Das Großprojekt bei BASF brachte eine Reihe Herausforderungen mit sich. So waren die von der BASF gesetzten Termine sehr eng gesteckt. Dies wurde im Wesentlichen durch eine sehr flexible Personaleinsatzplanung gelöst. „Ausgesprochen anspruchsvoll war auch die Rohrleitungsplanung“, so Eugen Heim.  „Wegen der engen Räumlichkeiten in der Anlage und der großen Apparate und Rohrleitungen sowie der hohen Betriebstemperaturen mussten hier oftmals besondere Lösungen gefunden werden. Durch den Einsatz moderner Planungstechnologie und dank der Kreativität und Kompetenz des Projektteams haben wir auch diese Hürden genommen.“

Genau getimte Vorfertigung
Der Name ist Programm bei der BIS Rohrleitungsbau,  denn Anlagen- und Rohrleitungsbau ist der Schwerpunkt der BIS Gesellschaft mit Sitz in Bitterfeld. Das Unternehmen bietet vielfältige Leistungen rund um den Industrierohrleitungsbau in der  chemischen und petrochemischen Industrie sowie in der Energieerzeugung. Das Leistungsportfolio umfasst Projektleitung/Projektsteuerung, Lieferung von Komponenten, Rohrleitungsmaterial, Halterungen und Sonderunterstützungen,  Montageleistungen, Engineering,  Enddokumentation, Inbetriebnahmeunterstützung sowie Koordinierung tangierender Gewerke wie Isolierung, Korrosionsschutz und Gerüstbau. Eine wichtige Kompetenz ist zudem die Vorfertigung in eigenen Werkstätten. Dafür stehen drei Hallen mit insgesamt 2.800 m2 Fläche und Hallenkran sowie eine Lagerfläche von 3.000 m2 mit Kranbahn zur Verfügung.  Der Mietgeräteservice mit angeschlossener Kalibrierwerkstatt bietet Kunden und Schwestergesellschaften ein komplettes Werkzeug- und Gerätesortiment (4.500 Positionen)  für industrielle Rohrbauarbeiten.  Alle Werkzeuge und Geräte werden entsprechend der  Betriebssicherheitsverordnung geprüft, gewartet und mit Prüfzeugnissen ausgestattet. Ihre Kompetenzen rund um Anlagen- und Rohrleitungsbau haben den Bitterfeldern auch gute Geschäftsbeziehungen zu Linde in Pullach bei München eingebracht. Das Unternehmen baut gerade auf dem Werksgelände von ArcelorMittal im Norden von Bremen eine neue Luftzerlegungsanlage zur Versorgung des Stahlherstellers. Solche Anlagen dienen der Gasgewinnung,  zum Beispiel von Stickstoff und Sauerstoff. Im Zuge dieses Auftrags verpflichtete Linde BIS Rohrleitungsbau für die mechanische Ausrüstungsmontage von Luftkühlern, Behältern und Pumpen, Filtersystemen und Tanks sowie für die Rohrleitungsmontage. Hinzu kommen Anstrich,  Isolierung, Gerüstbau sowie zerstörungsfreie Werkstoffprüfung. Die Isolierung erfolgt durch BIS Industrieservice Nord, den Gerüstbau übernimmt BIS arnholdt. „Die Arbeiten auf der Baustelle verlaufen plangemäß und werden bis August 2009 fristgerecht abgeschlossen“, so Klaus Ehrhardt, Technik/Vertrieb von BIS Rohrleitungsbau.  Die Vorfertigung in der Werkstatt in Bitterfeld läuft bereits seit Dezember 2008. Insgesamt sind rund 270 Tonnen Rohrleitungen und Halterungen zu fertigen und zu montieren.

Maßgeschneiderte Lösungen
Auf Dienstleistungen, die den gesamten Lebenszyklus von Industrieanlagen begleiten,  ist BIS E.M.S., Cloppenburg,  spezialisiert. Das Leistungsspektrum reicht von Beratung, Entwicklung, Planung über Bau, Montage und Inbetriebnahme bis hin zu Instandhaltung. Am Standort Buseck werden Dosierpumpen,  Schlaufenmischer, Odorieranlagen sowie komplexe Dosiersysteme geplant, gefertigt und ausgeliefert.Die rund 500 Mitarbeiter konzentrieren sich konsequent auf die individuellen Kundenanforderungen – im Projekt- wie im Servicegeschäft. In enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern aus Erdgas- und Erdölindustrie, chemischer Industrie, Nahrungsmittel- sowie Getränkeindustrie werden maßgeschneiderte Lösungen erarbeitet, die von Einzelleistungen bis hin zu integrierten Servicepaketen reichen. Dazu zählt beispielsweise die Optimierung einer neu entwickelten Teilanlage der PVC-Herstellung.  Ein heißer Gasstrom mit Ausgangsstoffen für die PVC-Herstellung wird in einer Quenche, also einem System zur Abkühlung von heißen Abgasen oder Rauchgasen, abgekühlt und teilweise kondensiert. Ein dabei entstehender Flüssigkeitsstrom enthält sowohl Schlämme als auch das Vorprodukt zur Herstellung von PVC, das bisher entsorgt wurde. Um das Produkt aus diesem Strom zu entfernen, wird die Quenche durch eine speziell entwickelte Kolonne ersetzt. In einem Simulationsmodell (ASPEN PLUS) werden die optimalen Auslegungs- und Betriebsparameter für verschiedene Qualitäten des Abschlammstroms ermittelt, Tendenzbetrachtungen durchgeführt und die Ergebnisse ausgewertet und in Diagrammen dargestellt. Anhand dieser Darstellung konnte das optimale Design für die technische und wirtschaftliche Ausführung ermittelt werden.

Besuchermagnet

Die ACHEMA bietet einen Überblick umfassender Problemlösungen für sämtliche Bereiche der Prozesstechnik,  den es laut Veranstalter DECHEMA in dieser Breite, Tiefe und Aktualität nirgends sonst gibt. Gemeldet sind bislang rund 4.000 Aussteller aus 50 Ländern, die auf dem Frankfurter Messegelände acht Hallen plus Freigelände beziehungsweise eine Nettoausstellungsfläche von 140.000 m2 belegen. An Teilnehmern werden rund 180.000 Besucher aus 100 Ländern erwartet. Zweite Säule der ACHEMA ist der Kongress mit 925 Vorträgen, Sonder- und Gastveranstaltungen,  Podiumsdiskussionen, Expertenrunden und Plenarvorträgen, die die ganze Vielfalt der Prozesstechnik widerspiegeln. Das diesjährige Thema der ACHEMA-Sonderschau lautet: „Chemie und Biotechnologie regenerativer Rohstoffe und Energieträger“.

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